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Die Einweihung der Gedenkstätte
Am 25. Juli 1998 wurde die Gedenkstätte Vulkan eingeweiht. Aus Frankreich, Holland, Luxemburg und der Ukraine waren 41 überlebende KZ-Häftlinge nach Haslach gekommen. Weitere 200 Familienangehörige bereits Verstorbener oder in Haslach ums Leben gekommener Häftlinge wollten 53 Jahre nach Kriegsende ebenfalls diesen Einweihungsfeierlichkeiten beiwohnen. Bewusst wurde auf Redebeiträge der zahlreich vertretenen Politiker verzichtet. Der menschliche Aspekt und die Begegnung der Bevölkerung mit den auf Haslacher Boden Geschundenen stand im Vordergrund.
Haslachs Bürgermeister Heinz Winkler bat um Verzeihung für das, was den Gefangenen auf Haslacher Gemarkung im Namen der nationalsozialistischen Diktatur widerfahren ist: „Vergessen können Sie diese qualvolle Zeit Ihres Lebens nicht, höchstens vergeben, worum wir Sie herzlichst bitten möchten.“
Sören Fuß für die Gedenkstätteninitiative: „Wir haben die Verantwortung, nicht nur aufzuzeigen, wohin Unfreiheit führt, sondern vor allem, wie sie beginnt.“
Für die ehemaligen Häftlinge sprach René Thalmann aus St. Dié: „Viele Länder, darunter auch Deutschland selbst, wurden durch den Nationalsozialismus barbarisch ihrer Freiheit beraubt.“
Wassil Sliptschuk aus der Ukraine: „Ich konnte während meiner langen Haftzeit nie verstehen, wie so etwas in Deutschland möglich war. Heute endlich erscheinen mir die Deutschen wieder in jenem Bild, das mir vor 56 Jahren so brutal zerstört wurde.“
Henk Saakes aus Holland war bis zuletzt sehr verbittert und wollte nichts von Vergebung wissen. Am Abend des 25. Juli 1998 schrieb er in das Gedenkstättenbuch: „Nach vielen Höhepunkten in meinem Leben meinte ich, es wäre allmählich vorbei. Heute jedoch war ein ganz großer Höhe- punkt. Ich werde ihn niemals vergessen“.

Die Sitzplätze reichten wegen der übergroßen Teilnehmerzahl nicht aus, ohne Zögern verzichteten von rechts nach links:
Landtagsabgeordneter Helmut Rau, ehemaliger Umweltminister von Baden-Württemberg Harald B. Schäfer, Landtagsabgeordneter Walter Caroli, Landrat Günter Fehringer, Heimathistoriker Manfred Hildenbrand, Häftlingssprecher René Thalmann, Gedenkstättenleiter Sören Fuß.
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